| Fastenbier
Das nahrhafte Fastenbier wurde von Mönchen
erfunden, um das Essverbot während der Fastenzeit zu
umgehen, da der Satz gilt: "Flüssiges
bricht Fasten nicht". So war es möglich, sich mittels
Bier
die nötigen Nährstoffe zuzuführen, ohne feste
Nahrung zu sich zu nehmen. Wird
auch "flüssiges Brot" genannt.

Flaschengärung
Bei diesem Herstellungsprozess findet
Nachgärung, Ausreifung und Anreicherung von Kohlensäure
in der Flasche statt, indem man Hefe
zugibt. Wird
vorwiegend bei Weizenbier
angewandt.

Fuselöle
Fuselöle sind höhere Alkohole
(d.h. sie besitzen im Gegensatz zum Ethanol mehrere OH-Gruppen),
die dem Bier
seinen typischen Geschmack verleihen. In größerer
Menge können sie den Geschmack auch nachteilig beeinflussen.
Außerdem sind die Fuselöle verantwortlichden berüchtigten
Kater am nächsten Morgen.

Gärung
Die Hefe
wandelt den Malzzucker unter Ausschluss von Sauerstoff (anaerob)
in Alkohol,
Kohlensäure
und Wärmeenergie um. Dieser Vorgang dauert bei obergärigem
Bier
ca. 3 Tage, bei untergärigem
Bier etwa eine Woche.

Gambrinus
Schutzpatron der Brauer.

Gerste
Dieses Getreide ist ein Grundbestandteil
des Bieres.
Die Gerste wird durch Keimen und Darren zu Malz
und kann erst dann zum Brauen verwendet werden.

Gose
Gose ist ein helles, obergärigem
Weißbier
aus Sachsen oder Thüringen. Aufgrund seines leicht sauren
Geschmacks wird es, ähnlich wie Berliner
Weisse, mit Johannesbeersaft oder Kümmel gemischt.

Hefe
Hefe ist ein einzelliger Sprosspilz. Man
unterscheidet zwischen ober-
und untergäriger
Hefe. Obergärige Hefe setzt sich während der Gärung
an der Oberfläche ab, untergärige sinkt zu Boden.
Erst durch Hefe ist Gärung der Bierwürze möglich.

Hefeweizen
siehe Weizenbier

Hopfen
Hopfen ist eine ca. 5-7m hohe Staudenpflanze.
Die Hauptanbaugebiete in Deutschland sind Oberbayern und die
Oberpfalz. Ein Großteil des in Deutschland verwendeten
Hopfens wird mittlerweile in Form von Pellets aus Tschechien
und anderen ehemaligen Ostblock-Staaten importiert. Zum Bierbrauen
verwendet man ausschließlich die weiblichen, unbefruchteten
Blüten (Dolden). Nach der Befruchtung werden die Dolden
nämlich bitter und somit unbrauchbar. Erst durch den
Hopfen wir das Bier
haltbar und erhält seinen herben Geschmack.

Ice-Bier
siehe Eisbier

Jahresbierverbrauch
Die Deutschen tranken im Jahre 2003 durchschnittlich etwa
132 Liter Bier
pro Person. Das entspricht einem Biervolumen von etwa 105
Millionen Hektoliter. Damit liegt Deutschland an dritter Stelle
nach der Tschechischen Republik (162 Liter) und Irland (140
Liter).
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