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Paulaner
Die Mönche des italienischen Ordens, die nach den Regeln
des hl. Francesco de Paola lebten, versorgten sich und ihre
Klöster zum Großteil durch das Brauen von Bier.
Der Name Paulaner geht zurück auf den Geburtsort ihres
Gründers.
Vor allem in Süddeutschland und München ist das
Paulaner eine beliebte Biermarke.

Pilsator
Das Pilsator ist eine ostdeutsche Bierspezialität.
Im Geschmack ist es weniger herb als Pils
aber auch nicht so malzig wie Export.

Pils oder Pils(e)ner
Als Pils wird ein helles und untergäriges
Vollbier
bezeichnet, dessen Stammwürzegehalt
zwischen 11,5 und 12% beträgt. Das Pils ist ursprünglich
in der Gegend um die Stadt Pilsen (bzw.
Plzen, Tschechische Republik) beheimatet und weist
einen vollen, hopfigen Geschmack auf.

Premium
Viele Brauereien
bieten Biere
mit der Bezeichnung "Premium" an, um ihren Markenwert
zu unterstützen. Diese Bezeichnung hat für die Bierproduktion
an sich keine Bedeutung.

Privatbier
Andere Bezeichnung für Exportbier.

Radler
Radler ist ein Biermischgetränk
bestehend aus gleichen Teilen Pilsner
und Zitronenlimonade. Erfunden wurde es vom Münchner
Biergartenbesitzer Franz Xaver Kugler. Als dessen Lokal an
einem Samstag im Sommer 1922 von 13000 Radfahrern besucht
wurde, und infolgedessen das Bier zur Neige ging, 'streckte'
er das Bier kurzerhand mit der ausreichend vorhandenen Zitronenlimonade
und servierte das Getränk als "Radlermaß".
Bis 1993 musste Radler wie jedes andere
Biermischgetränk vom Wirt oder Konsumenten von Hand hergestellt
werden, da das Biersteuergesetz
die Herstellung fertiger Biermischgetränke untersagte.

Rauchbier
Trocknet man das Malz
mit Hilfe von Holzfeuer, so nimmt es einen markanten Rauchgeschmack
an. Besonders im oberfränkischen Bamberg ist das Rauchbier
sehr beliebt.

Reinheitsgebot
Im Jahre 1487 wurde in München die erste bis heute noch
gültige Lebensmittel-Vorschrift der Welt eingeführt:
Das Reinheitsgebot. Einige Jahre, 1516, folgte dann die Bekräftigung
durch das bayerische Reinheitsgebot, das bis heute noch Gültigkeit
besitzt. Herzog Wilhelm IV. von Bayern erließ bereits
am 23. April 1516 ein Gesetz, das den Brauern vorschrieb,
Bier
ausschließlich aus Gerste,
Hopfen,
Malz
und Wasser
herzustellen. Inzwischen ist noch die Hefe
dazugekommen, dessen Wirkung 1516/17 noch nicht bekannt war;
man wusste aber, dass die Luft Hefesporen enthielt, die damals
zum Brauen von Bier ausreichend erschienen. Neuere Forscher
gehen davon aus, dass Herzog Wilhelm 1516 das Gesetz erließ,
um den Bauern den Gebrauch von Roggen und Weizen zum Brauen
zu verbieten, um genügend Brot vorrätig zu haben.

Roggenbier
Obergäriges
Bier,
ähnlich dem Weizenbier.
Nur, dass für das Brauen Roggen verwendet wird.

Russ
Ein Biermischgetränk
ähnlich dem Radler,
welches aber 50% Weizenbier
und 50% klare Zitronenlimonade enthält.

Sauerstoff
Er ist der größte Feind des Bieres,
denn er führt zu Oxidationen und damit zu Geschmacksverfremdungen.
Ein einmal geöffnetes Bier sollte also schnellst möglich
verzehrt werden, da es sonst schnell zum schalen Geschmack
kommt.

Schankbier
Als Schankbier wird Bier
mit einem Stammwürzegehalt
zwischen 7 und 11% bezeichnet. Frisch gezapft ist Schankbier
das übliche und meistverzehrte Bier.

Schaum
Die Schaumkrone eines Bieres
entsteht hauptsächlich durch die aufsteigende Kohlensäure.
Durch das Einschenken kann sich diese mit dem Hopfen
und dem im Bier befindlichen Eiweiß verbinden und Blasen
bilden.

Schwarzbier
Schwarzbier ist ein sehr dunkles, malziges, untergäriges
Vollbier.
Die dunkle Farbe entsteht durch die Verwendung dunklen Malzes.

Stacheln
Als „Stacheln“ bezeichnet man eine alte Tradition
in bestimmten Religionen. Der Biertrinker erhitzt einen großen
Metallstift und taucht diesen in ein kaltes Bier.
Der Zucker, der sich in dem Bier befindet, karamellisiert
und gibt dem Gebräu einen besonderen Geschmack.

Starkbier
Biere,
deren Stammwürzegehalt
höher als 16% ist, nennt man Starkbiere. Diese können
sowohl hell als auch dunkel sein. Durch den hohen Anteil von
Stammwürze, wird ein Alkoholgehalt
zwischen 5 und 10% erreicht.

Sparkling Bier
Im November 1999 wurde dem Markt eine neue Bierart vorgestellt.
Entwickelt wurde das so genannte „Sparkling Bier“
von der Hütt-Brauerei Bettenhäuser GmbH & Co
KG in Baunatal. Die Grundlage war ein altes hugenottisches
Rezept des Brauereibegründers J. F. Pierson. Der Name
Sparkling Bier kommt aus dem Englischen und bedeutet soviel
wie „funkeln, glitzern“ oder „sprudeln“.
Dadurch kommt das Temperament von Sparkling gut zum Ausdruck,
denn es hat einen hohen Kohlensäuregehalt,
der zu einer ganz besonderen Schaumbildung führt.

Stammwürze
Als Stammwürze wird der Auszug an Eiweiß, Vitaminen,
Mineralien, Aromastoffen, Malzzucker und anderen Naturprodukten
bezeichnet, die sich im Sud befinden, bevor es zur Vergärung
kommt. Nach deutschem Gesetz müssen Starkbiere
mindestens 16%, Vollbiere
11-14%, Schankbiere
7-8% und Einfachbiere 2-5,5% Stammwürze haben. Aus der
Stammwürze bilden sich durch Vergärung ca. 1/3 Alkohol,
1/3 Kohlensäure
und es verbleibt 1/3 Restextrakt.

Steinbier
Für das Steinbier werden Natursteine über dem offenen
Feuer erhitzt und in die Maische getaucht. Der Malzzucker
karamellisiert auf der Steinoberfläche. Bei der Nachgärung
werden diese dann erneut hinzu gegeben. Das eigentümliche
an diesem Bier
ist der rauchige Geschmack, ähnlich dem Rauchbier.

Seefahrtsbier
Dieses Bier
wird heute nur noch am 2. Freitag des Februars im Bremer Ratskeller
zur
sogenannten Schiffermahlzeit gebraut
. Früher wurde es am Ende des Winters den Seeleuten vor
dem Auslaufen angeboten. Im Geschmack ist das Seefahrtsbier
sehr malzig.

Trinktemperatur
Die optimale Trinktemperatur für Bier
liegt zwischen 7 und 9° Celsius. Jedoch sollte Bier weder
zu rasch erwärmt noch abgekühlt werden - das beeinträchtigt
den Geschmack. Letztendlich bleibt aber dem Konsumenten die
genaue Temperatur des Bieres überlassen und hängt
auch nicht unwesentlich mit der Biersorte zusammen.
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